Die Vespa als Kleinkraftrad

Vespa PK 50 XL 2 Seitenansicht

Eine Vespa, beispielsweise eine PK 50 XL 2 mit einem Motor bis zu 50 ccm Hubraum gilt innerhalb des Rechtsraumes der Bundesrepublik Deutschland als Kleinkraftrad. Sie wird häufig „Fünfziger“ oder „Fuffi“ genannt. Diese Vespa darf man mit dem Führerschein Klasse M (früher: Klasse 5) oder allen „größeren“ Führerscheinen (Zweirad, PKW, LKW) fahren. Kleinkraftäder werden mit einem Versicherungskennzeichen zugelassen. Kleinkrafträder innerhalb der Bundesrepublik Deutschland unterliegen keiner regelmäßigen Prüfung durch den TÜV. Es fällt keine Kraftrad-Steuer an.

50er sind sehr preisgünstig in Anschaffung, Unterhalt und Reparaturen.

Vespa Motorroller mit weniger als 25 ccm Hubraum werden als Mofas bezeichnet. Auch diese Mofas zählen als Kleinkrafträder.

Vespa als Kleinkraftrad und die Führerscheine

Einer der folgenden Führerscheine ist nötig, um eine Vespa als Kleinkraftrad fahren zu dürfen:

  • bis 25 km/h („Mofa“)
    • Prüfbescheinigung (ab 15 Jahre)
    • bei Geburt vor 1.1.1964 ohne Prüfbescheinigung fahrbar
    • jeder größere Führerschein (PKW, LKW, Motorrad, Leichtkraftrad)
  • über 25 km/h (je nach Baujahr 40, 45, 50, 60 km/h)
    • Klasse M (ab 16 Jahre)
    • alter Führerschein Klasse 4
    • jeder größere Führerschein (PKW, LKW, Motorrad, Leichtkraftrad)

Höchstgeschwindigkeit einer Vespa als Kleinkraftrad

Die zulässige bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit ist bei einer Vespa als Kleinkraftrad ist begrenzt. Alles, was schneller fährt, zählt als Leichtkraftrad, was eine andere Zulassung (großes Kennzeichen, TÜV) und einen Führerschein Klasse A1 oder A erfordert. Die zulässige bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit wurde im Laufe der Zeit einige Male geändert und durch Bestandsschutzregeln für DDR-Fahrzeuge weiter verkompliziert.

  • Baujahre neuer als 2002: 45 km/h
  • Baujahre 1984-2001: 50 km/h
  • Baujahre älter als 1984: 40 km/h
  • Altfahrzeuge aus der DDR älter als 1993: 60 km/h

Es zählt die „echte“ Geschwindigkeit in der Ebene, unabhängig von der Ungenauigkeit der Tachoanzeige. Höhere Geschwindigkeiten auf Gefällstrecken interessieren nicht.

10% Toleranz für Verschleiß scheinen von Polizei und Gerichten häufig anerkannt zu werden. Rechtssicherheit gibt es dafür aber nicht.

Rechtsgrundlage für eine Vespa als Kleinkraftrad

Da sich hin und wieder die Rechtslage ändert, sollte man sich in den Rechtsquellen für die Vespa als Kleinkraftrad informieren. Rechtsgrundlage für Kleinkrafträder ist die Straßenverkehrszulassungsordnung.

Ein Gedanke zu „Die Vespa als Kleinkraftrad

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