Das Drehschieberprinzip in einem Vespa Motor

Vespa, Motor, PX200, Drehschieber

Das Drehschieberprinzip dient der Gemischzuführung bei einem Vespa Zweitaktmotor und wurde ab Werk bei den Motoren der Vespa PX, PK, Rally usw. verbaut. Neben dem Drehschieberprinzip gibt es auch noch das Membranprinzip.

Drehschieberprinzip: Die Drehschieber-Fläche

Im Kurbelwellengehäuse eines Vespa Motorgehäuses befindet sich eine kreisförmige Platte, die Drehschieber-Fläche. Über die Drehschieber-Fläche und die Kurbelwellenwange wird das Kurbelwellengehäuse zu bestimmten Zeiten im Motortrieb abgedichtet. Für einen optimalen Ablauf müssen bestimmte Toleranzen eingehalten werden. In der Drehschieber-Fläche befindet sich ein von der Form her meist ovaler Einlass, welcher sich auf Grund des Einlasswinkels bzw. der Einlasssteuerzeit in die Länge ziehen kann. Über diesen Einlass wird zu bestimmten Zeitphasen im Motortrieb Treibstoff-Luft-Gemisch durch den Unterdruck im Kurbelgehäuse angesaugt. Zu diesem Zweck ist in der Kurbelwelle ein Einlass eingearbeitet, welcher oftmals noch optimiert wird.

Defekte Drehschieber-Fläche

Drehschieber-Flächen können beschädigt werden. Ursache hierfür können abgenutzte oder defekte Kurbelwellenlager sein. Eine weitere Ursache kann sein, dass die Kurbelwellen verzogen sind. Die Beschädigung zeigt sich durch Abrieb oder Fresser auf der Drehschieberfläche. Wenn am Vergaser kein Luftfilter verbaut ist, so können Schmutzpartikel im Gemisch zu Riefenbildung auf der Drehschieberplatte führen. Früher waren solche Motorgehäuse meist als defekt abgeschrieben. Mittlerweile gibt es aber Möglichkeiten, diese Flächen zu reparieren.

Bemerkbar machen sich defekte Drehschieber-Flächen durch schlechte Gasannahme, oftmals im unteren Drehzahlbereich. Des Weiteren können defekte Drehschieber-Flächen auch zu sogenanntem Blowback führen. Meistens spielt aber auch hier eine falsche Einlasszeit eine Rolle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.